Organisationsentwicklung - Die Organisationsgärtner

Organisationsentwicklung: immer in Bewegung

Jede Organisation trägt den Keim zur Veränderung in sich — manchmal angestoßen von außen, manchmal aus dem eigenen Inneren heraus. Meist in Wechselwirkung. Wir begleiten diesen Prozess: aufmerksam, systemisch und mit Blick auf die Menschen, die ihn tragen.

Kein Programm - eine Begleitung

Organisationsentwicklung beginnt bei uns mit einer Auftragsklärung und Bestandsaufnahme: Wo steht die Organisation? Was bewegt sie? Und was braucht sie, um sich weiterzuentwickeln? Was ist schon da und worauf kann man aufbauen? Was ist auch auf die Zukunft gerichtet bewahrenswert und soll sich nicht verändern?

Die Anlässe sind so verschieden wie die Organisationen selbst. Manchmal kommt der Impuls von außen — ein veränderter Markt, neue Wettbewerber, eine Fusion, Überlegungen zur Nachfolge oder veränderte regulatorische Anforderungen. Manchmal entsteht der Veränderungsdruck von innen: zunehmende Konflikte, langsame Prozesse, strategische Unsicherheit, eine neue Führungskonstellation oder die Frage, ob Strukturen und Rollen noch zur gelebten Wirklichkeit passen.

Manchmal ist es das Wachstum — und manchmal sein Gegenteil: eine Krise, die zur strategischen Neubesinnung einlädt. Und immer wieder die grundlegende Frage: Wie wollen wir als Organisation eigentlich zusammenarbeiten? Was ist unser Wiefür (zitiert nach Mechthild Reinhard)?

Jede Organisation hat ihre eigene Entwicklungslogik

Jedes Unternehmen, jede Organisation hat ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Wofür, ihren eigenen Kontext, ihre spezifischen Herausforderungen sowie Stärken und Schwächen, ihre eigene Kultur und Kommunikation. Sie ist einzigartig. Damit ist auch jeder Entwicklungsprozess einzigartig.

Und gleichzeitig kann man wiederkehrende Muster beobachten, die Organisationen in ihrer Geschichte häufig oder typischerweise zeigen. Solche Musterbeobachtungen schaffen die Möglichkeit, mit der Komplexität sozialer Systeme mitzuschwingen und sie „handhabbarer“ zu machen. Frei nach dem Motto, nichts ist praktischer als eine gute Theorie oder ein gutes Modell, bilden beispielsweise Entwicklungsphasen einer Organisation solche idealtypischen Muster ab und werden von uns als Werkzeug in den Beratungsprozessen genutzt. Ein kurzer Einblick:

Die Pionierphase ist geprägt von Aufbruch und informeller Energie: Eine Gründerin, ein Team, eine Idee — und vieles funktioniert über persönliche Nähe und gemeinsamen Antrieb. In der Differenzierungsphase entsteht der Bedarf nach Struktur: Rollen, Prozesse und Verantwortlichkeiten werden wichtiger — gleichzeitig geraten menschliche Beziehungen unter Druck. Die Integrationsphase sucht das Ganzheitliche: Wie werden aus spezialisierten und (über-)formalisierten Teilen wieder ein lebendiger Organismus? Und die Assoziationsphase öffnet die Organisation nach außen: Vernetzung mit Umwelten, Partnern und gesellschaftlichen Zusammenhängen wird zur zentralen Aufgabe.

(Nach dem Modell der Entwicklungsstufen von Organisationen, Trigon Entwicklungsberatung / Oliver Martin & Julia Andersch)

Keine dieser Phasen ist besser oder schlechter als die andere. Jede hat ihre eigenen Handlungsnotwendigkeiten — und ihre eigenen Entwicklungsaufgaben. Auch innerhalb einer Organisation gibt es Bereiche mit Phänomenen aus unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Wo eine Organisation beziehungsweise die jeweilige Organisationseinheit sich bewegt, beeinflusst als ein Element den Begleitungsprozess.

Systemisch denken. Menschen sehen.

Organisationsentwicklung gelingt, wenn sie mehrere Ebenen gleichzeitig im Blick behält: Zum Beispiel die Strukturen und Prozesse einer Organisation ebenso wie die Menschen, durch die „Kommunikationen hindurchlaufen“ und die in der Organisation arbeiten, entscheiden und deren Verhalten sich mit verändern soll. 

Wir arbeiten mit einer systemischen Brille: Wir betrachten Zusammenhänge statt Einzelursachen, fragen nach Wechselwirkungen zwischen Teilen und mit der Umwelt statt nach rein linearen Zusammenhängen oder gar Schuldigen. Statt Wahrheiten zu postulieren entwerfen wir Landkarten für hilfreiche Beobachtung im Wissen, dass diese nie die Landschaft sind. Gleichzeitig wissen wir: Veränderung braucht psychologische Sicherheit. Menschen können sich nur dann wirklich einbringen, wenn sie sich gehört fühlen — und wenn Neues als Einladung und nicht als Bedrohung erlebt wird.

Deshalb gestalten wir Begleitungsprozesse so, dass beides entsteht: Klarheit über die notwendigen Veränderungen — und ein Raum, in dem diese Veränderungen von den Menschen mitgetragen werden können.

Lassen Sie uns sprechen

Wenn Sie neugierig geworden sind — auf ein erstes Gespräch, eine gemeinsame Erkundung oder einfach einen Austausch: Wir freuen uns darauf.

Tobias Dech - Unser Team

Tobias Dech

Tobias, Jg. 1976, Diplom-Pädagoge · Organisationsbegleitung, Coaching, Facilitation, Visualisierung

Tobias ist Experte für Ambivalenzmanagement — und einer der wenigen Berater, die Kampfkunst, Pädagogik und Humor in einen Raum bringen. Mit praxiserfahrenem Blick als Coach, Berater, Trainer und Mediator begleitet er Menschen und Organisationen auf ihrer Entwicklungsreise.

Was ihn auszeichnet: Er meistert Herausforderungen spielerisch — und macht durch Visualisierung sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt.