In der Gestalt eines Zwiegesprächs haben sich Daniel Trebien (einer der Mitbegründer und treibenden Kräfte der „Augenhöhe“-Initiative) und ich Gedanken zu Ritualen und Mustern in Unternehmen, der Entstehung von Realitäten und damit auch Führungsrealitäten sowie ganz allgemein der Macht von Geschichten gemacht.
Die Zwiegespräch-Gedanken sind als Artikel im von Hanna Parnow und Petra Schmidt herausgegebenen und bei Springer Gabler erschienenen Buch „Zusammen arbeiten, Zusammen wachsen, Zusammen leben“ erschienen. Gestern lag es „plötzlich“ auf meinem Schreibtisch.
In dem Artikel ist auch unser im Organisationsbaum verankertes Verständnis von Organisationen zu publizistischer Print-Präsenz gekommen, das auch einen Rahmen für unsere systemische Organisationsberatung darstellt. Ein wesentliches Element ist hier auch die Ausrichtung der Aktivitäten auf ein Wozu, das dem Zweck des puren Überlebens einer Organisation als Handlungsmotivation eine weitere Sinnorientierung verleiht.
Und es gibt ja wirklich keine Zufälle: Wenn es Manager gibt, die sich um „Business to Consumer“ und „Business to Business“ kümmern, braucht es nicht auch jemanden, der etwas von „Business to Society“ versteht? Angereichert um ein Zitat von Werner von Siemens — „Für den augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht.“ — passt das gut zum Start in das noch junge Jahr. Bei allem Irr-Sinn, den wir auch beobachten.
In diesem Sinne wünsche ich ein hoffentlich in vielerlei Hinsicht sinnstiftendes Jahr!
Thorsten Franz